Druckertreiber und Netzwerkzugang installieren

Was man vor der Installation der Druckertreiber wissen muss

Die Nutzung der Drucker des HRZ setzt einiges an Wissen voraus, damit der richtige Weg zum Drucker gewählt wird. Es gibt mehrere Wege zu einem gelungenen Ausdruck. Alle Drucker können einheitliche, standardisierte Druckersprachen, PostScript und PDF verarbeiten, das von Ihrem Anwendungsprogramm erzeugt werden muss. Für die Erzeugung von PostScript muss ein Druckertreiber installiert sein, während PDF von einigen Anwendungsprogrammen direkt exportiert werden kann. PDF kann nur mit der Standardeinstellung des Druckers ausgegeben werden, so dass damit zum Beispiel nicht beidseitig gedruckt werden kann. Um alle Funktionen eines Druckers nutzen zu können muss ein Druckertreiber verwendet werden.

Die Installation eines Druckertreiber erfolgt in drei Schritten.

  • Auswahl des Treiber und des Zugangs zum Druckserver des HRZ
  • Installation des Treibers
  • Konfiguration des Treibers: Nützliche Voreinstellungen

Der Transport der Druckdaten zum Druckserver des HRZ muss wohl überlegt werden, weil hier Kosten entstehen.

Für jeden Drucker gibt es mehrere Warteschlangen, unter Windows (virtuelle) Drucker genannt, die die Druckaufbereitung (z.B. Skalieren auf eine andere Größe), Wahl von ver­schiedenen Papiersorten, Rück­gabeort, Druckvorschau uvm. steuern. Somit ist die Kenntnis des Namens der benötigten Warteschlange wichtig.

Es wird empfohlen, die Farbdrucker mit PostScript oder PDF anzusteuern; eine Ausnahme zur Umgehung eines Problems wird weiter unten diskutiert. Die Installation des PostScript-Treibers wird für Windows und MacOS X im Folgenden ausführlich beschrieben. Die erforderlichen Treiber finden Sie auf dem WWW-Server der TU Darmstadt und den Netware-Servern des HRZ. Diese Treiber sind – soweit möglich – bereits an die lokalen Besonderheiten angepasst. Daher wird von der Installation eines Treibers vom WWW-Server des Druckerherstellers dringend abgeraten.

Der Ausdruck von Seiten im PDF-Format oder von Rastergrafiken (Tiff, JPEG, Xwd usw.) erfordert keinen Treiber! Sie brauchen statt dessen ein Programm, um auf die Warteschlangen des Servers direkt zugreifen zu können. Bei einem Windows- oder Netware-Server kann man das Programm printraw benutzen, das wie unten beschreiben installiert wird. Das Programm lpr kommt in Frage, wenn Sie den Druckserver des HRZ direkt ansteuern. lpr ist in allen Betriebssystemen enthalten.

Wie erreicht man die Drucker des HRZ?

Alle Farbdrucker des HRZ sind an einem Server angeschlossen, der über das Netz immer verfügbar ist und jederzeit Druckaufträge annimmt, auch für Medien, die gerade nicht im Drucker geladen sind. Auch ein Gang ins HRZ zum Absenden eines Druckauftrags ist nicht erforderlich, wenngleich auch die Mitarbeiter im HRZ-Service dies gegen eine Gebühr im Notfall übernehmen. Die Aktivitäten des Servers (Warteschlangen, Abrechnungsdateien) können in der Übersicht eingesehen werden. Da die Nutzung der Farbdrucker kostenpflichtig ist, müssen die Abrechnungsdaten dem HRZ bekannt sein. Dazu muss entweder der Anwender einen Account im HRZ haben oder der absendende Rechner „zum Drucken angemeldet“ sein.

Wenn Sie einen Account im HRZ haben, gibt es drei Möglichkeiten:

Sie haben einen E-Mail-Account oder eine Voll-Account für Netware. Das Nutzen der HRZ-Drucker ausschließlich per­sonen­bezogen, so dass jeder Rechner benutzt werden kann. Sie sind also nicht an einen bestimmten Rechner gebunden. Es gibt drei Wege zum Drucken, die ersten beiden werden empfohlen:

Ihr Rechner überträgt den Druckjob über den iPrint-Server des HRZ, der das Internet Printing Protocol bedient. Der Administrator Ihres Instituts muss Ihnen die Rechte zum Drucken auf dem Netware-Server eintragen. Weiterhin benötigen Sie auf Ihrem Rechner den iPrint-Client, der das Internet Printing Protocol und die Druckertreiber verwaltet. Zu dessen Installation werden Administrator-Rechte benöätigt.

Wenn Sie über einen Vollaccount für Netware verfügen und auf dem Rechner der Netware-Client installiert ist, wird der iPrint-Client nicht benötigt, da der Netware-Client die Drucker ebenfalls zur Verfügung stellt.

Bisher standen Druckerwarteschlagen zur Verfügung, deren Verwendung bei einer Neuinstallation des Zugangs zu den HRZ-Druckern nicht mehr empfohlen wird, da es über NDPS komfortabler geht. NDPS verwendet dieselben Druckernamen wie iPrint und wie bei diesem Zugang werden bei NDPS die Druckertreiber automatisch installiert.

Sie haben einen Unix-Account im HRZ. Dann muss auf Ihrem Rechner ein Druckertreiber für die Ausgabe in eine Datei installiert werden. Die beim Drucken entstehende Datei muss dann in ein temporäres Verzeichnis auf einen Rechner im HRZpub-Cluster kopiert werden. Danach meldet man sich an diesem Rechner an und schickt den Druckauftrag los. Dieses Verfahren ist leider umständlich und wird nicht mehr gepflegt, da mit iPrint ein viel bequemerer Zugang zu den Druckern zur Verfügung steht.

Ohne Account im HRZ

Ohne Account im HRZ sollte im Institut ein Server für die Übertragung der Daten zum Druckserver des HRZ verwendet werden. Je nach Betriebssystem Ihres Rechners gibt es die folgenden Verfahren:

  • Ihr Rechner überträgt den Druckjob über einen Windows-Server im Institut. Alle beteiligten Rechner müssen im HRZ angemeldet sein. Auf dem Server müssen die Unix-Druckdienste und die Treiber für die Warteschlange installiert sein. Die erforderlichen Treiber auf dem lokalen Rechner werden automatisch installiert. Der Server überprüft die Rechte zum Drucken.
  • Ihr Rechner überträgt den Druckjob über einen Unix/Linux-Server im Institut. Dieser Server muss im HRZ angemeldet sein. Auf dem Arbeitsplatzrechner müssen die Treiber für die Warteschlange installiert sein. Für die Installation werden administrative Rechte, zum Drucken dagegen keine besonderen Rechte benötigt.

Ohne Netzwerkzugang können Sie auch drucken

Wenn Ihr Rechner keinen Netzwerkzugang hat, müssen sie die Treiber trotzdem installieren und die Funktion „in Datei drucken“ benutzen. Diese sog. Druckdatei kann dann z.B. auf CD gebrannt oder einen Memorystick kopiert und auf einem Rechner mit Netzwerkzugang eingespielt werden. Zur Not kann die Übertragung auch im HRZ-Service erfolgen, was jedoch mit Kosten verbunden ist.

Welchen Treiber?

Zwar können alle Drucker des HRZ können mit einem PostScript-Treiber angesteuert werden, aber es gibt auch Gründe, einen Drucker mit HPGL/2 oder PCL-XL anzusteuern:

  • PostScript:
    • Der Druckserver des HRZ kann eine Voransicht erzeugen, die mit einem Browser angezeigt werden kann. (die Voransicht funktioniert auch bei PDF und Rastergrafiken). Neu: Über die Anzeige kann der Druckauftrag gestartet werden, ohne dass Ihr Rechner nochmal einen Druckjob erzeugt.
    • Bei Ausfall eines Geräts kann ein anderes benutzt werden, ohne dass der Druckauftrag (mit einem anderen Treiber) nochmal erstellt werden muss.
    • Lokale Prüfung über GhostView.
  • PDF:
    • Lokale Prüfung über Adobe Reader, einem anderen Programm zur Anzeige von PDFs oder GhostView möglich. Einige Programme können PDF direkt exportieren, so dass kein Treiber erforderlich ist. Ein PDF kann mit Send Files to Printer direkt zu einem Windows-Drucker und damit zum Druckserver übertragen werden.
  • HPGL/2-Treiber:
    • für den HP DesignJet 1050c:
      Wird empfohlen zur Umgehung eines Problems bei der Ausgabe von Graustufen-Bildern, da Graustufen mit diesem Treiber mit schwarzer Tinte gedruckt werden. Es ist keine Voransicht von HPGL/2-Dateien möglich, man muss sich also auf die eigene Software verlassen.
  • PCL-XL: Die Drucker für A3 und A4 schwarzweiß, Konica-Minolta bizhub 421 (HRZ, Standort Lichtwiese) und Konica-Minolta bizhub 420 (HRZ, Standort Stadtmitte) benötigen zur Vorbereitung der Seiten deutlich weniger Zeit, wenn PCL-XL statt PostScript verwendet wird. Wenn das Gerät für umfangreiche Druckaufträge verwendet wird, sollte PCL-XL benutzt werden.
  • XPS ist das Austauschformat für Windows. Windows XP mit der Erweiterung dotNET Version 3 und mit der Standardinstallation von Vista wird ein Drucker installiert, der XPS erzeugt. Die damit erzeugten Dateien kann der Druckserver derzeit nicht interpretieren, so dass zum Drucken ein PostScript- oder in HPGL-Drucker installiert werden muss.