Farbauflösung, Farbmodell: RGB oder CMYk?

Farbauflösung, Farbmodell: RGB oder CMYk?

Farbraum des HP DesignJet 1050c bei Glanzpapier, RGB-PostScript. Bild erzeugt mit Color Control Panel Applet Windows XP
Farbraum des HP DesignJet 1050c bei Glanzpapier, RGB-PostScript. Bild erzeugt mit Color Control Panel Applet Windows XP

Der Farbraum eines Scanners ist wesentlich größer als die Menge Farben, die man am Bildschirm sehen oder gar später ausdrucken kann. So kann man problemlos fehlbelichtete Bilder oder Vorlagen, die einen hohem Kontrast haben, scannen und mit einem geeigneten Programm zur Farb- und Kontrastanpassung nachbearbeiten. Wichtig ist die Farbauflösung des Zielbildes, da das Auge recht empfindlich auf Farbabweichungen reagiert und bei mehrfachen Farbtransformationen Artefakte sichtbar werden.

Die Scan-Software bietet sowohl RGB- als auch CMYk-Farben an. Welche sollte man nehmen?

Unsere Scanner liefern grundsätzlich RGB-Daten in ihrem Gerätefarbraum (device RGB), zerlegen also Farben der Vorlage in die Grundfarben rot, grün und blau. Diese Werte kann man mit (geringen Verlusten) unmittelbar auf einem Bildschirm – anderer Gerätefarbraum! – anzeigen oder mit dem Belichter auf Film bringen. Zum Druck auf Papier werden aber infolge der dort notwendigen subtraktiven Farbmischung die Farben gelb, zyan (grün-blau), magenta (blau-rot), schwarz und ggf. hell-zyan und hell-magenta (bei Tintenstrahldruck) benötigt. Die Scan-Software kann zwar gleich beim Scannen vom RGB-Farbmodell in das CMYk-Farbmodell (aus dem englischen cyan, magenta, yellow, black) umrechnen, aber diese Umrechnung funktioniert nur für ein einziges Druckverfahren (Offset-Druck) brauchbar und für andere Drucktechniken nur näherungsweise – und liefert bei den HRZ-Farbdruckern wenig brauchbare Ergebnisse, da dieser Farbraum recht klein ist. Der Farblaserdrucker OKI ES3640e kann zwar Offset-Druck simulieren kann, sein nativer Farbraum ist jedoch größer.

Also immer auf RGB-Farben einstellen.