IPv6 an der TU Darmstadt
19.06.2026
Das Hochschulrechenzentrum setzt den Ausbau des Internetprotokolls IPv6 an der TU Darmstadt konsequent fort. Neue Netze und Dienste werden künftig standardmäßig IPv6-fähig geplant und betrieben.
Das Internetprotokoll IPv6 ist seit rund 30 Jahren standardisiert und weltweit etabliert. Am 23. April 2026 überschritt die IPv6-Nutzung bei Google erstmals die Marke von 50 Prozent. Deutschland gehört dabei zu den fünf Ländern mit der höchsten IPv6-Verbreitung weltweit. Auch in Heimnetzen ist IPv6 heute flächendeckend verfügbar und wird von allen großen Internetanbietern unterstützt.
An der TU Darmstadt steht IPv6 bereits seit Januar 2008 zur Verfügung. Das Hochschulrechenzentrum (HRZ) hat das Protokoll in den vergangenen Jahren gemeinsam mit verschiedenen Herstellern kontinuierlich weiterentwickelt und technische Herausforderungen erfolgreich adressiert. Heute ist IPv6 campusweit ausgerollt, nahezu alle vom HRZ betriebenen Dienste sind über IPv6 erreichbar. Der Anteil des Datenverkehrs über IPv6 im TU-Netz liegt aktuell bei etwa 30 bis 40 Prozent.
Warum IPv6 wichtig ist
Der deutlich größere Adressraum von IPv6 vereinfacht die Netzplanung und ermöglicht eine flexiblere Segmentierung von Netzwerken. In vielen internen Bereichen setzt das HRZ bereits auf einen reinen IPv6-Betrieb. Dies reduziert die Komplexität bei der Absicherung von IT-Systemen, da nur noch ein Protokoll berücksichtigt werden muss.
Gleichzeitig wird eine ausschließlich auf IPv4 ausgerichtete Planung zunehmend problematisch. IPv6 ist in vielen Netzen bereits aktiv vorhanden. Wird dies bei der Konzeption und dem Betrieb von IT-Systemen nicht berücksichtigt, können Sicherheitsrisiken entstehen, die unbemerkt bleiben.
IPv4 und IPv6 künftig gemeinsam planen
Vor diesem Hintergrund wird das HRZ künftig IPv4- und IPv6-Netze gemeinsam vergeben. Damit wird sichergestellt, dass IPv6 von Beginn an in neue Projekte und Dienste einbezogen wird. Neue Services werden grundsätzlich IPv6-fähig geplant und betrieben. Bestehende Netze und Angebote werden schrittweise erweitert.
Zur Unterstützung von Beschäftigten und Studierenden baut das HRZ außerdem sein Informations- und Schulungsangebot aus und stellt zusätzliche Dokumentationen bereit.
Weitere Informationen
Aktuelle Informationen, Hintergründe und Anleitungen finden Sie auf der IPv6-Webseite des HRZ.
Zusätzlich wird ein Matrix-Raum als Austauschplattform mit dem HRZ (PDF-Datei) (wird in neuem Tab geöffnet)für alle Interessierten eingerichtet. Dort können Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und aktuelle Entwicklungen diskutiert werden.