Schaltung von Dark-Fibre-Verbindungen im Netz der TU-Darmstadt

Schaltung einer Dark-Fibre-Verbindung

Das dezentrale Netzbetriebsmodell der TU Darmstadt erfordert zu bestimmten Zwecken die Schaltung von Glasfasern für Institute.

Nach Herstellung der Verbindung und Übergabe an das Institut besteht aber keine Möglichkeit mehr, die Funktionsfähigkeit der Strecke zu überwachen. Insbesondere im Störungsfall kann die Strecke nicht von zentraler Stelle aus überprüft werden, es ist immer ein Vor-Ort-Einsatz erforderlich.

Ohne Änderung des Betriebsmodells ist hier grundsätzlich keine andere Vorgehensweise möglich. Im Augenblick erfolgen diese Einsätze ohne Berechnung von Kosten. Notwendige Verbindungen sollen – falls freie Fasern vorhanden sind – auch weiterhin kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Werden darüber hinaus zusätzliche Verbindungen gewünscht, so werden diese in Rechnung gestellt.

Sollten keine Fasern vorhanden sein und eine Kabelneuverlegung nötig werden, sind die real entstehenden Kosten seitens des Instituts zu tragen. Falls auf einer Strecke für zentrale Anwendungen zusätzliche Fasern benötigt werden, die im Augenblick durch ein Institut als nicht notwendige Verbindungen belegt sind, so haben diese Vorrang. Dies ist dem Institut mindestens 3 Monate vorher anzukündigen, so dass die Installation einer zusätzlichen Glasfaser-Leitung mit Kostenübernahme durch das Institut möglich ist.

Definition der „notwendigen Verbindung“

Notwendige Verbindungen sind solche, die bei einem Eigenbetrieb des Netzes vom Institut für den Aufbau des Netzes zwingend benötigt werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Anschlüsse eines Instituts von mehreren Datenverteilern aus verkabelt wurden. Dann müssen – neben der Anbindung an das TU-Netz – weitere Glasfaser-Strecken zur Verbindung der Verteiler geschaltet werden. Setzt ein Institut einen zentralen Glasfaser-Switch ein, dann werden ihm von diesem zentralen Switch aus jeweils 1 Fasernpaar zu allen anderen Verteilerstandorten zur Verfügung gestellt. Alternativ jeweils 1 Fasernpaar zwischen den Verteilern, um diese „in Reihe“ schalten zu können. Diese Verbindungen werden in der „Betriebsvereinbarung mit Selbstbetreibern“ dokumentiert.

Klarstellung Schnittstelle

Schnittstelle ist der Glasfaser-Stecker am Patchfeld. Das Patchkabel liegt im Verantwortungsbereich des Institutes.

Kosten

  • Schaltung/Zurverfügungstellen einer zusätzlichen Glasfaser-Leitung:
    • einmalige Kosten: 500 Euro
    • jährliche Kosten: 50 Euro
    • Sollte sich bei dem Vor-Ort-Einsatz herausstellen, dass der Fehler auf Seiten des Instituts lag, so wird der entstandene Aufwand dem Institut in Rechnung gestellt. Die Abrechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Stundensätze des HRZ (zur Zeit 60 Euro/Stunde).

Berechnungsbeispiel

Ein Institut möchte eine zusätzliche Glasfaser-Verbindung zwischen 2 Standorten geschaltet bekommen. Die Prüfung durch das HRZ ergibt, dass die benötigten Fasern vorhanden sind.

  • einmalige Kosten: 500 Euro
  • jährliche Kosten: 50 Euro
  • Ein Verbindungsfehler wird gemeldet – zwei Techniker des HRZ überprüfen dies vor Ort.
    • Entstöreinsatz – Fehler lag in der Verkabelung: 0 Euro
    • Entstöreinsatz – Fehler war ein defekter Switch beim Institut: Aufwand: 2 HRZ-Mitarbeiter je 2 h: 4 x 60 Euro = 240 Euro

Beispiel einer Vereinbarung

als pdf-Datei

Zugesicherte Reaktionszeit

  • Antrittszeit: 2 Arbeitstage – für die Wiederherstellung kann kein definierter Wert angegeben werden, da der Aufwand für die Fehlerbehebung bei physikalischen Leitungsfehlern nicht abgeschätzt werden kann.