WLAN und damit verbundenen Strahlenbelastung

WLAN und Strahlenschutz an der TU Darmstadt

Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt zur Strahlenbelastung durch WLAN fest: „Aufgrund der geringen Sendeleistungen sowohl bei Bluetooth als auch bei WLAN findet die 26. BImSchV für diese Funksendeanlagen keine Anwendung. Nach den Ergebnissen entsprechender Untersuchungen im Rahmen des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms werden die international empfohlenen Referenzwerte für diesen Frequenzbereich von WLAN- und Bluetooth-Anlagen eingehalten, bzw. in der Regel deutlich unterschritten."
(http://www.bfs.de/de/elektro/hff/anwendungen/Bluetooth_WLAN_UWB.html)

Der WLAN-Technologie wird somit von den zuständigen Stellen grundsätzlich die Einhaltung der empfohlenen Grenzwerte bescheinigt.

Auf Grund dieser Einordnung dürfen WLAN-Access-Points in Krankenhäusern, allgemein in medizinischen Umgebungen eingesetzt werden.

Wir sind bemüht, durch den Aufbau und die Konfiguration des WLAN der Technischen Universität Darmstadt die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten und gleichzeitig ein leistungsfähiges WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzlich sind die Funkquellen entscheidend, die „in Ihrer Nähe“ betrieben werden. Das bedeutet bzgl. WLAN: entscheidend ist nicht die Antenne an der Decke, „nah“ ist Ihr Endgerät: Ihr Laptop auf dem Schoß (äquivalent bei Mobilfunk: Ihr Handy am Ohr).

Die WLAN-APs im TU-Netz, und in der Regel auch Ihr Endgerät, messen dauernd die einkommenden Signale und regeln ihre Sendeleistung entsprechend, um eine gute Übertragungsqualität sicherzustellen. Eine hohe Dichte von APs, geringe Entfernungen zwischen Sender und Empfänger, bedeuten nicht nur eine höhere Leistungsfähigkeit des Netzes, da sich weniger Stationen die Bandbreite in einer entsprechend kleineren Funkzelle teilen. Sie führen auch direkt zu niedrigeren Sendeleistungen: wenn der Empfänger nah ist, muss Ihr Gerät eben auch nur mit geringer Leistung senden.

Um Ihnen eine grobe Einordnung zu erlauben, folgt noch eine Zusammenstellung der Sendeleistungen relevanter Funktechnologien:

Funksysteme und deren Sendeleistung im Vergleich

  • Fernsehsender max. 500.000 W
  • Radiosender max. 10.000 W
  • Mikrowellenherd ca. 1.000 W (max. 50 W außerhalb des Geräts)
  • D-Netz Mobilfunk-Basisstation (GSM 890 bis 960 MHz) max. 50 W
  • D-Netz Mobilfunktelefon (GSM 890 bis 960 MHz) max. 2 W
  • E-Netz Mobilfunk-Basisstation (GSM 1710 bis 1880 MHz) max. 10 W
  • E-Netz Mobilfunktelefon (GSM 1710 bis 1880 MHz) max. 1 W
  • DECT-Telefone max. 250 mW [0,25 W]
  • WLAN max. 100 mW [0,1 W]
  • Bluetooth max. 50 mW [0,05 W]